Coronaimpfung

Corona-Impfung: Was Sie wissen sollten

Die ersten Impfstoffe gegen Corona wurden im Dezember 2020 und Januar 2021 in der Europäischen Union zugelassen. Damit stellte sich die Frage, wer wann geimpft wird und wo. Die Planungen der einzelnen Bundesländer liefen schon vor Dezember 2020 auf Hochtouren. So wurden zum Beispiel in Windeseile Impfzentren errichtet. Kurz darauf wurde auch ein Impfplan bekanntgemacht, der vorsieht welche Alters- und Berufsgruppen mit dem bisher raren Impfstoff geimpft werden sollen. Dabei ist bis heute unklar, wie lange eine Impfung gegen Corona mit einem der bisher zugelassenen Impfstoffe wirkt. Neue Daten zeigen, dass die Antikörperzahl nach einer gewissen Zeit wieder zurückgehen. Was genau das für den Schutz gegen das Virus bedeutet, ist noch völlig unklar.

Impfreihenfolge: Wer wird wann geimpft?

Aufgrund der bisher nur wenigen zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen machte eine Priorisierung der Impflinge in Deutschland von vorneherein nötig. Das heißt, dass nicht alle Menschen in Deutschland auf einmal geimpft werden können. In der Impfverordnung hat das Bundesgesundheitsministerium daher festgelegt, wer zuerst geimpft wird.

Stufe 1 – Höchste Priorität

Gestartet wird die Massenimpfung in Deutschland mit der Prioritätsstufe 1. Zu dieser Stufe gehören Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Ausgerückt sind zu diesem Zweck ab dem 27. Dezember 2020 mobile Impfteams. Diese Menschen werden direkt in den Einrichtungen geimpft. Parallel dazu werden in den Bundesländern nach und nach die Impfzentren eröffnet. Dort können Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, einen Termin vereinbaren bzw. gleich auch einen zweiten für die Gabe der zweiten Dosis. Ebenfalls zur Prioritätsstufe 1 gehören Personen, die in medizinischen Einrichtungen arbeiten und Corona-Patienten behandeln.

Stufe 2 – Hohe Priorität

Zur Prioritätsstufe 2 gehören Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, sowie

Personen, die an Trisomie 21 leiden
Geistig behinderte Personen
Personen, die eine Organtransplantation hinter sich haben
Demenzkranke Personen
Pflegepersonal in den entsprechenden Einrichtungen
Polizei- und Ordnungskräfte
Mitarbeiter in Testzentren
Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind
und Personen in relevanter Position in der Krankenhausinfrastruktur

Stufe 3 – Erhöhte Priorität

Zur Prioritätsstufe 3 gehören Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sowie

Personen mit Adipositas
Chronisch Nierenerkranke
Chronisch Leberkranke
Personen mit einer Immundefizienz
Diabetiker
Krebskranke
sowie Personen, die im Lebensmittelhandel arbeiten, Lehrer, Erzieher und viele andere Angehörige verschiedener Berufsgruppen

Stufe 4 bis Stufe 6

In diesen drei weiteren Prioritätsstufen folgen alle anderen Personen.

Es ist nicht ganz auszuschließen, dass aufgrund neu zugelassener Impfstoffe bzw. Impfstoffen, die noch zugelassen werden in einiger Zeit, die Priorisierung vom Bundesgesundheitsministerium geändert wird.

Wo kann man dann geimpft werden?

Deutschlandweit wurden in allen Bundesländern mehrere Impfzentren errichtet. Diese wurden mit der entsprechenden Infrastruktur ausgestattet. Um an einen Termin im Impfzentrum zu kommen, müssen die Impfwilligen sich bei einer Hotline anmelden – entweder telefonisch oder online. Die Impfungen sollen – so ist der bisherige Plan – in den Impfzentren vorgenommen werden. Es gibt hier allerdings einige Unterschiede je nach Bundesland. In Mecklenburg-Vorpommern hat man zum Beispiel damit begonnen die Hausärzte mit den Impfungen zum Teil zu beauftragen. Für die Impfwilligen selbst gibt es dennoch sehr viele Fragen. Eine der größten Fragen stellte sich vor allem für ältere Menschen, die nicht mehr mobil sind oder es nie waren. Mit der U-Bahn oder der S-Bahn zum Impftermin fahren, dies halten viele für unzumutbar angesichts der doch sehr hohen Infektionsgefahr, die im ÖPNV lauert. Bleibt nur der Weg mit dem Auto. Doch nicht alle ältere Personen, die einen Impftermin über die Hotline erhaschen konnten, haben Verwandte in der Nähe wohnen. In einigen Städten und Landkreisen werden daher zurzeit Fahrten für die impfwilligen Personen organisiert – von Städten, Gemeinden und auch von privaten Organisatoren.

Wie geht es allgemein hinsichtlich des Coronavirus weiter?

Der Durchbruch wird sicherlich die Impfung sein. Aber diese wird noch dauern und bis dahin geht es mit den aktuellen Maßnahmen weiter. Das bedeutet Abstandhalten, Hygienemaßnahmen beachten und das Tragen von medizinischen Masken. Ein wichtiger Punkt ist aber sicherlich auch das vermehrte Testen auf das Virus, um so dass Virus auch wieder nachvollziehbar zu machen. Aktuell sind viele Coronatests noch teuer, sind unangehmen und dauern lange. Abhilfe können beispielsweise ein Corona Spucktest oder ein Corona Gurgeltest sein. Diese gehen schnell und sind nicht unangehemen oder schmerzhaft.

Fazit

Bis Ende Sommer 2021 hat die Bundesregierung jedem Impfwilligen in Deutschland versprochen, dass ein Impfangebot bereitsteht. Wann welche Prioritätsstufe an Personen mit höchster, hoher und erhöhter Priorität an die Reihe kommt wegen der Knappheit an Impfstoff, kann bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden.

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