Triggerpunktbehandlung – Triggerpunkte selbst behandeln und finden

Triggerpunkte sind im Körper sind vereinfacht ausgedrückt, verkrampfte Muskeln. Im Muskelgewebe können Sie diese als Knoten fühlen und sie sind äußerst schmerzhaft. Am häufigsten treten Triggerpunkte am Gesäß, an der Rückenmuskulatur, zwischen den Schulterblättern und im Nacken auf. Von diesen Stellen aus können Schmerzen im Kopf bis hin zu den Beinen auftreten.

Wodurch entstehen Triggerpunkte?

Die schmerzenden Triggerpunkte werden von Fehlbelastungen, Bewegungsmangel oder durch eine zu große Anstrengung hervorgerufen. Auch Stress kann, durch permanente Anspannung Triggerpunkte hervorrufen. Die normale Funktion der Muskeln heißt, dass sie sich bei Bewegung anspannen und dann wieder entspannen. Die Durchblutung der Muskeln ist dabei gut und sie werden mit Sauerstoff versorgt. Wenn Muskeln aber dauernder Fehlbelastung ausgesetzt sind, oder diese überaus stark beansprucht werden, dann werden die Muskeln nicht genügend mit Sauerstoff versorgt. Dabei entstehen dann Schmerzen und fühlbare Knubbel. Eigentlich bewegt sich Ihr Muskel nicht mehr in die Ausgangslage zurück und bleibt kontrahiert. Die Triggerpunktbehandlung zielt drauf aus, die entstandenen Knötchen aufzulösen.

Inhaltsverzeichnis

So finden Sie wichtige Triggerpunkte

Die wichtigsten Triggerpunkte können Sie relativ einfach selbst finden. Ein wichtiger Triggerpunkt, der meist für Kopfschmerzen verantwortlich ist, befindet sich zwischen Schulter und Ohr. Zwei weitere Triggerpunkte finden Sie oberhalb des Trapezmuskels. Diese können sogar die Beweglichkeit des Kopfes einschränken. Neben dem Schulterblatt, innen, finden Sie noch zwei Triggerpunkte. Triggerpunkte können sich theoretisch überall am Körper befinden. Mit Hilfe eines Muskeldiagramms und dem Ertasten der schmerzhaften Stellen oder Knoten, lassen sich Triggerpunkte gut ertasten. Die meisten Krankenkassen bezahlen eine Triggerpunktbehandlung beim Physiotherapeuten oder Osteopathen leider nicht. Mit ein paar Kenntnissen und Hilfsmitteln können Sie eine Triggerpunktbehandlung selbst durchführen und so Ihre Schmerzen lindern.

Hilfsmittel zur Behandlung und Massage

Haben Sie einmal Ihre schmerzhaften Triggerpunkte gefunden, dann können Sie diese mit verschiedenen Methoden behandeln und so die Knoten auflösen. Die Triggerpunktbehandlung ist keine einmalige Sache und muss öfter durchgeführt werden, bis sich die Schmerzen bessern.
An bestimmten Stellen können Sie eine Massage der Triggerpunkte selbst durchführen. Wenn Sie den schmerzhaften Triggerpunkt gefunden haben, dann können Sie auf diesen Punkt, Druck ausüben. Den Druck können Sie für ungefähr 30-40 Sekunden etwas verstärken. Danach sollten Sie langsam wieder loslassen. Diese Druckpunktmassage wird Ischämische Kompression genannt. Eine andere Variante wäre, kurz vor dem Schmerzpunkt anzusetzen, den Druck etwas verstärken und dann mit etwas Druck so ungefähr 1-2 cm dem Schmerzpunkt entgegenzustreichen. Bei dieser Massage sollte der Muskel nicht angespannt sein und der Druck nicht zu stark in den Schmerz gehen.
Hilfsmittel zur Triggerpunktbehandlung erleichtern die Massage der Schmerzpunkte und können zur schnelleren Auflösung der Knubbel führen. Ein klassisches Hilfsmittel ist der einfache Massageroller. Ein manueller Massageroller ist inzwischen mit ganz unterschiedlichen Aufsätzen versehen. So kann ein Roller für ganz unterschiedliche Körperregionen genutzt werden. Mit einem Körper Massage Haken erreichen Sie fast alle Triggerpunkte am Oberkörper und den Beinen. Die manuelle oder elektrische Massagepistole, eignet sich mit ihren unterschiedlichen Aufsätzen für jeden Teil des Körpers, an dem sich Triggerpunkte befinden können. Die Anwendung mit der Massagepistole kann sehr intensiv sein. Speziell für den Nacken, gibt es Massagekissen, Shiatsu Massage genannt. Manuelle und elektrische Massagehilfen zur Triggerpunktbehandlung, sind bei der Selbstbehandlung überaus hilfreich und führen schneller zum Erfolg.
Unterstützen können Sie Ihre Triggerpunktbehandlung noch durch Entspannungsübungen und Faszienrollen.

Triggerpunktbehandlung erfolgreich zu Hause

Wenn Sie mit den entsprechenden Massagen und geeigneten Hilfsmitteln eine Eigenbehandlung Ihrer schmerzhaften Triggerpunkte regelmäßig durchführen, kann dies zu einem schmerzfreien Körpergefühl führen. Sie müssen die Triggerpunktbehandlung nicht nur einmalig machen, sondern die Triggerpunkte regelmäßig behandeln. Nach einiger Zeit werden sie feststellen, dass sich die Knoten lösen und Ihre Schmerzen verschwinden. Zur Selbstbehandlung sollten Sie darüber hinaus die auch die Ursachen, wie Fehlhaltungen und Stress, vermeiden. Sport und Entspannung und regelmäßige Massagen dagegen, sollten Sie mit in Ihr Leben einbeziehen.

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