Visual-Snow-Syndrom - Augenrauschen und weitere rätselhafte Symptome

Visual Snow ist eine neurologische Erkrankung. Sie verursacht ein anhaltendes Bildrauschen und betrifft in der Regel das komplette Gesichtsfeld. Viele Betroffene leiden darunter, dass sie viele kleine Punkte sehen, die schnell zu flimmern scheinen. Optisch kann das mit dem Rauschen eines Fernsehers verglichen werden. Zusätzlich zu dem statischen Schneebild können je nach Stärke der Erkrankung auch weitere visuelle Symptome auftreten. Hierbei kann es sich um eine Beeinträchtigung des Nachtsehens (Nyktalopie), Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder visuelle Bilder handeln, die nach dem Entfernen des Bildes wiederkehren oder fortbestehen (Palinopsie). Auch visuelle Effekte, die vom Auge selbst verursacht werden (entoptische Phänomen) sind keine Seltenheit. Das Visual-Snow-Syndrom kommt laut Statistik häufig im früheren Alter vor. Einige Gesundheitsdienstleister sind der Meinung, dass dieses Syndrom nur sehr selten auftritt. Das ist aber nicht ganz richtig. Die Dunkelziffer dürfte recht hoch sein. Die Symptome sind auch nicht immer gleich stark ausgeprägt.

Visual Snow

Was sind die typischen Symptome?

Typische Symptome für das Visual-Snow-Syndrom sind:

  • – Flackernde Punkte im kompletten Sichtfeld
  • – Lichtempfindlichkeit
  • – Lichtblitze oder kleine schwebende Objekte
  • – Entstehung von Bildern im Auge selbst
  • – Wiederkehrendes oder fortdauerndes Sehen eines Bildes
  • – Visuelle Effekte wie Halos, Starbursts oder Doppelsehen.

Zusätzlich können die unterschiedlichsten nicht-visuellen Symptome auftreten. Hierbei handelt es sich um summende, klingende oder brummende Geräusche (Tinnitus), Depressionen, Angstgefühle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder das Gefühl, dass man sich von sich selbst losgelöst hat (Depersonalisierung).

Was sind die größten Probleme bei einem Visual-Snow Syndrom?

Eines der größten Probleme ist, dass das Sehvermögen und die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist. Auch das Gehör wird bei dem Visual-Snow-Syndrom stark beeinträchtigt. Viele Betroffene berichten, dass das blinkende Licht oder die flackernden Punkte auch dann nicht verschwinden, wenn die Augen fest verschlossen werden.

Weiterhin leiden Betroffene darunter, dass das Visual-Snow-Syndrom noch nicht ausreichend erforscht ist. Nicht nur in der Öffentlichkeit ist das Syndrom kaum bekannt. Es gibt auch viele Ärzte, die von diesem selten auftretenden Syndrom noch nichts gehört haben. Das macht es für die Betroffenen umso schwerer, sich vom Arzt gut verstanden und betreut zu fühlen. Der Hinweis Syndrom beruht darauf, dass die Ursachen für die Symptome noch nicht ausreichend erforscht sind. Bei dieser Erkrankung steht die Forschung noch in den Kinderschuhen. Im Internet finden Sie einige Theorien, aber nur wenig Fakten.

Eine belastende Erkrankung

Die Symptome des Visual-Snow-Syndroms sind für alle Betroffenen sehr belastend. Aus diesem Grund sollte man diesen Menschen gegenüber besonders verständnisvoll sein. Bei einigen Betroffenen fallen die Symptome nur sehr leicht aus. Sie müssen sich im Alltag nicht so stark einschränken und können daher sehr gut mit der Erkrankung umgehen. Anders sieht es aus, wenn die Symptome stark ausgeprägt sind. Diese Betroffenen müssen ihr komplettes Leben umstellen. Besonders wichtig ist, dass sie ausreichend Ruhepausen haben.

Fazit: Ruhe und Ablenkung sorgen für Linderung

Wenn Sie unter einem ständigen Schneefall bzw. kleinen Punkten im Sichtfeld leiden, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Zusätzlich ist es wichtig, dass Sie Ihre Angehörigen und den näheren Freundeskreis informieren. Angehörige und Freunde können während einer Therapie eine wichtige Stütze für Sie sein. Auch wenn sie Ihnen nicht aktiv bei der der Linderung der Symptome helfen können, sorgen sie dafür, dass Sie neue Wege finden und die Lebensfreude wieder intensiver ist. Häufig kann es helfen, wenn man den Betroffenen etwas ablenkt und ihm bei Bedarf Ruhe und Zuwendung schenkt. Ablenkung gehört zu den wichtigsten therapeutischen Maßnahmen. Wer unter dem Visual-Snow-Syndrom leidet, kann durch Stressvermeidung und Meditation ebenfalls dafür sorgen, dass die Symptome etwas gelindert werden. Es kann auch hilfreich für Sie sein, wenn Sie einfach in den wolkenbedeckten, grellen Himmel schauen, um Ihren Augen einen neuen Reiz zu bieten. Wenn Sie sich auf andere Dinge fokussieren, können Sie sich etwas von dem wirren Flackern im Sichtfeld ablenken.

Weitere Informationen: https://visual-snow-syndrom.net/

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